Leitgedanken der Abteilung

Wir sind eine Abteilung der Immanuel Klinik Rüdersdorf in der Immanuel Diakonie und sind deren Leitbild und Werten verpflichtet, darüber hinaus haben wir für unsere Abteilung weitere Leitgedanken entwickelt.

Unser Behandlungsansatz ist integrativ und ganzheitlich

Ganzheitlicher Ansatz nach aktuellem Stand der Wissenschaft

Wir orientieren uns am derzeitigen Stand der Wissenschaft in der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Wir sehen uns einem ganzheitlichen Ansatz in unserem diagnostischen und therapeutischen Handeln verpflichtet. Je nach Störungsbild können körperliche, psychologische oder soziale Faktoren im Vordergrund stehen. Wir berücksichtigen in unserer Arbeit, dass psychische Erkrankungen auch Lösungsversuche der betroffenen erkrankten Menschen in einer für sie schwierigen Problemlage oder Lebenskrise sein können.

Rücksicht auf individuelle Geschichte und Bedürfnisse

Unsere therapeutische Hilfe ist auf die erkrankten Menschen ausgerichtet, die neben ihrem aktuellen Krankheitsbild ihre individuelle Lebensgeschichte und ihre persönlichen Bedürfnisse und Wünsche mitbringen. Wir wollen ihre Ressourcen, Fähigkeiten, Interessen und ihre Motivation erkennen und fördern.

Therapie in Zusammenarbeit mit den Erkrankten

Wir suchen gemeinsam mit den psychisch erkrankten Menschen einen verstehenden Zugang für ihre Erkrankung. Dabei sind sie die Experten für ihre Erkrankung. Wir als professionelles Team bringen unser Fachwissen, unsere therapeutische Erfahrung und unsere Bereitschaft zuzuhören und zu unterstützen in diesen Klärungsprozess ein. Wir wollen den erkrankten Menschen dabei helfen, sich selbst besser anzunehmen und eine für sie sinnhafte Perspektive zu entwickeln.

Kontinuierliche Fortbildung für personenzentrierte Hilfe

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verpflichten sich, sich diesen Leitgedanken entsprechend eigenverantwortlich, fortlaufend und vielseitig fortzubilden. Dabei werden sie vom Arbeitgeber unterstützt. Schwerpunkte sind dabei die fachlichen Anforderungen und die grundsätzliche Ausrichtung unserer Arbeit in Richtung einer Verlagerung des Schwerpunkts von institutions- zu personenzentrierter Hilfe.

Grundlage jeder psychiatrischen und psychotherapeutischen Hilfe sind die persönlichen Beziehungen zwischen den beteiligten Menschen

Gegenseitige Wertschätzung, Akzeptanz und Echtheit

Wir bauen zu den erkrankten Menschen eine tragfähige, verlässliche und gleichberechtigte Beziehung auf. Unsere Wertschätzung, Akzeptanz und Echtheit sind die Grundlagen für die Gestaltung der therapeutischen Beziehung und dienen auch unserem Umgang untereinander als Vorbild. Die Kontinuität dieser Beziehung ist das tragende Element der psychiatrischen und psychotherapeutischen Arbeit.

Therapie als Teamarbeit mit Patienten und Angehörigen

Die Behandlungsplanung und –ziele vereinbaren wir gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten. Von Anfang an sind alle Mitglieder des Teams beteiligt. Unter Berücksichtigung des Wunsches der Patientinnen und Patienten beziehen wir die Angehörigen und ggf. auch andere Behandelnde oder Betreuende mit ein.

Die Würde bleibt unantastbar

Die psychisch kranken Menschen werden in ihrer Würde, in ihrem „Sogewordensein“ sowie in ihren Fähigkeiten und Stärken respektiert. Wenn in einer anders nicht abwendbaren Gefährdungssituation Zwangsmaßnahmen notwendig werden sollten, begegnen wir den Betroffenen respektvoll und erklären ihnen die Notwendigkeit der Maßnahme.

Weltanschaulicher Respekt

Als diakonische Einrichtung respektieren wir die individuellen religiösen Überzeugungen und Weltanschauungen unserer Patienten und Patientinnen. Wir achten ihr Bedürfnis nach religiöser Sinnstiftung und ihre Beziehung zu Gott. Wir nehmen diesen Themenbereich ernst und ermöglichen seelsorgerliche Unterstützung.

Wir sind für alle hilfesuchenden Menschen unserer Versorgungsregion im gleichen Maße da

Psychiatrische und psychotherapeutische Vollversorgung im Einzugsgebiet

Wie stellen die psychiatrische und psychotherapeutische Vollversorgung unseres Einzugsgebietes sicher. Jede(r) volljährige, behandlungsbedürftige Bürger(in) dieser Region hat das Recht, in unserer Klinik behandelt zu werden. Wenn die Ressourcen unserer Klinik stark in Anspruch genommen sind, lehnen wir behandlungsbedürftige Patientinnen und Patienten nicht ab, sondern erarbeiten mit Ihnen gemeinsam eine Lösung für eine adäquate Hilfestellung zeitnah in unserer Region.

Wir begleiten

Wir organisieren unsere Arbeit so, dass jedem für die gesamte Dauer einer Behandlungsepisode Bezugspersonen sowohl aus der Pflege als auch aus den anderen Berufsgruppen zugeordnet sind.

Wir unterstützen einander

Alle Bereiche unsere Abteilung tragen zur gemeinsamen Übernahme dieser Behandlungsverantwortung bei und unterstützen sich gegenseitig.

Selbsthilfe und Solidarität leben

Wir fördern das Zusammenleben von jungen und alten Menschen beiderlei Geschlechts, die sich mit ihren Lebenserfahrungen ergänzen und gegenseitig helfen können. Dabei ist uns ein offenes und lebendiges Klima, in dem Selbsthilfe und Solidarität modellhaft angeregt werden, damit sie später ohne unsere Hilfe gelebt werden können.

Wir organisieren unsere Arbeit personenzentriert und gemeindenah

Multiprofessionelles Team

Unsere Hilfen zur Problembewältigung werden methoden- und berufsgruppenübergreifend in Absprache mit den Patienten und Patientinnen entwickelt. Dabei wird die Behandlung durch ein multiprofessionelles Team erbracht.

Kooperation, Kommunikation und Transparenz

Wir sind für die Patienten und Patientinnen präsent und zeigen unser Interesse am Kontakt mit ihnen. Kooperation, Kommunikation und Transparenz sind Grundsätze unserer Arbeit. Alle Patienten und Patientinnen haben unabhängig von ihrem Auftreten oder ihrer Erscheinung Anspruch auf eine vorurteilsfreie und differenzierte Behandlung.

Alltagsnähe im Schutzraum

In unseren teil- und vollstationären Einrichtungen gestalten wir die Tagesstruktur und die Abläufe für die Patientinnen und Patienten so alltagsnah wie möglich und so geschützt wie nötig. Wir schaffen ein förderliches soziales Klima für eine therapeutische Gemeinschaft und für soziales Lernen im Alltagsleben.

Einladende Begegnungs- und Rückzugsorte

Wir gestalten und erhalten die Begegnungsorte in unseren Einrichtungen wohnlich und lebensfreundlich. Wir sorgen für ein einladendes, schutzgebendes und überschaubares Milieu, das den Patientinnen und Patienten sowohl Aufenthaltsräume und Treffpunkte als auch Rückzugsmöglichkeiten bietet. In den stationären Bereichen wird die Stationstür in der Regel offen gehalten.

Das soziale Umfeld bleibt Lebensmittelpunkt

Der Lebensmittelpunkt unserer Patienten und Patientinnen ist ihr Zuhause und ihr soziales Umfeld. Auf ihre Persönlichkeit und ihr Umfeld richten wir unsere Hilfen entsprechend den jeweiligen Erfordernissen im Einzelfall und auch die Organisation unserer Arbeit sowie die Struktur unserer Einrichtungen aus. Wo es möglich und sinnvoll ist, leisten wir aufsuchende Hilfen. Ambulante Hilfen haben Vorrang vor teilstationärer Behandlung, diese wiederum vor vollstationärer Behandlung. Wir sorgen für Flexibilität und Durchlässigkeit zwischen den Behandlungsangeboten in den verschiedenen Bereichen.

Zusammenarbeit auf Gemeindeebene

Wir betreiben Psychiatrie und Psychotherapie in der Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit komplementären Einrichtungen, niedergelassenen Nervenärzten und -ärztinnen, Hausärzten und -ärztinnen, Kontakt- und Beratungsstellen sowie Selbsthilfegruppen und Ämtern. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten aktiv in den verschiedenen Gremien der Region mit.

Formuliert und beschlossen von der Leitungsrunde der Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am 13. Mai 2011, aktualisiert am 29. April 2014.

 
 
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Poliklinik Rüdersdorf

Ansprechpartner

  • Univ.-Prof. Dr. med.
    Martin Heinze
    Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

    Immanuel Klinik Rüdersdorf
    Seebad 82/83
    15562 Rüdersdorf bei Berlin
    T 033638 83-501
    F 033638 83-502
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Termine

  • 27 Juli 2017
    Gesprächsrunde über psychische Erkrankungen mit Patienten und Angehörigen
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  • 31 August 2017
    Gesprächsrunde über psychische Erkrankungen mit Patienten und Angehörigen
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  • 14 September 2017
    Seminar zum Thema Psychische Erkrankungen
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