„Nicht fallen (ge)lassen“

Herausforderungen der Suchtmedizin – von stationär bis intensiv-ambulant

"Nicht fallen (ge)lassen"

"Herausforderungen der Suchtmedizin – von stationär bis intensiv-ambulant

Das Angebot der Suchtmedizin richtet sich an alle Menschen mit einer stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankung, die neue Wege einschlagen möchten und ein suchtmittelfreies Leben beginnen möchten. Angesprochen sind aber auch diejenigen, die an Verhaltenssüchten (z.B. pathologisches Glücksspiel) leiden.

Die Patienten stellen sich in ihrem Aufenthalt ganz besonderen Herausforderungen: Für viele beginnt ein neuer Lebensabschnitt ohne Alkohol oder Drogen; für den ein oder anderen nach einer langen Zeit des Konsums. Mit der Abstinenz gehen viele Lebensveränderungen einher:

  • die Auseinandersetzung mit Verlusten durch die Zeit des Konsums,
  • der Umgang mit den eigenen Gefühlen ohne das Suchtmittel oder
  • die (neue) Rolle des „Süchtigen“ sowohl im Umgang mit sich selbst als auch in anderen sozialen Zusammenhängen.

Ziele des störungsspezifischen Gruppenprogramms sind:

  • Förderung der Krankheitseinsicht,
  • Stärkung der Abstinenzentscheidung,
  • Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit der Störung,
  • Motivation zur Weiterbehandlung und Teilnahme an Selbsthilfegruppen,
  • Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung und Abstinenzzuversicht,
  • Bildung einer tragfähigen therapeutischen Allianz,
  • Vermittlung störungsspezifischen Wissens,
  • Erarbeitung eigener Themen der Patienten Konfliktbewältigungsstrategien (im Vordergrund stehen hier substanzbezogene Themen wie Strategien zur Rückfallprophylaxe und zum Rückfallmanagement, sowie die Aufarbeitung von Rückfällen),
  • Trainieren sozialer Kompetenzen,
  • Anregen kritischer Reflektion des eigenen Verhaltens und der eigenen Gedanken.

Besonders wichtig im Umgang mit den Patientinnen und Patienten ist das Bilden einer tragfähigen therapeutischen Allianz, die einen wertschätzenden und zugleich kritischen Umgang mit den Besonderheiten der Patientinnen und Patienten erlaubt. Entscheidend ist es, einen Schutzraum für die Patienten zu bieten, der ihnen hilft, erste Schritte in ein abstinentes Leben zu gehen. Auf diesem Weg will die Hochschulklinik ein unterstützender und zuverlässiger Partner sein, der die Patienten auffängt, sie begleitet und an sie glaubt.

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Ich sehe, dass ich noch eine Chance zu einem Leben ohne Alkohol habe.
Ambulant betreute Patientin der Suchtmedizin
 
 
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Poliklinik Rüdersdorf

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  • 27 Juli 2017
    Gesprächsrunde über psychische Erkrankungen mit Patienten und Angehörigen
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  • 31 August 2017
    Gesprächsrunde über psychische Erkrankungen mit Patienten und Angehörigen
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  • 14 September 2017
    Seminar zum Thema Psychische Erkrankungen
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